Sehr geehrte Delta-Interessenten,
die IT gilt als sehr schnelllebig, da freut es uns besonders, dass wir in 2026 zwei Jubiläen feiern dürfen: Zum einen 40 Jahre Delta Software Technology und zum anderen 50 Jahre Delta ADS.
Auch mit 50 Jahren ist ADS "still alive and kicking". Unsere Kunden haben in den 50 Jahren mit ADS mächtige Anwendungen entwickelt, die bis heute erfolgreich im Einsatz sind. Und wir entwickeln ADS stetig weiter. Anlässlich des Jubiläums beleuchten wir in einer Textreihe die Geschichte von ADS und was ADS so erfolgreich macht. In unserem Webinar „Delta ADS und IDS - Refresh and Connect“ haben wir Ihnen zudem den aktuellen Stand von ADS vorgestellt.
40 Jahre Delta Software Technology und 50 Jahre Delta ADS sind ein Grund zu feiern, aber kein Grund für uns, uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen.
Außerdem: Hören Sie sich an, was unsere Geschäftsführerin Dr. Daniela Schilling im Podcast mit Sophia Herrmann über ihren Berufsalltag als Informatikerin und insbesondere bei Delta berichtet.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und beim Hören,
Ihr Team der Delta Software Technology
50 Jahre Delta ADS: Unterstützung für Entwickler
In diesem Jahr, 2026, feiern wir das 50-jährige Bestehen von Delta ADS for COBOL & PL/I.
Aus diesem Grund werfen wir einen Blick auf die Geschichte von Delta ADS und beleuchten die Features, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Dieses Mal schauen wir uns an, wie ADS die Entwickler mit Tooling, Prototyping, Dokumentation und beim Testen unterstützt.
50 Jahre Delta ADS: Unterstützung für Entwickler
50 Jahre Delta ADS: Unterstützung für Entwickler
Delta ADS wird 50 Jahre

Die Software-Entwicklung blickt in die Zukunft, aber manchmal ist es gut, sich umzudrehen und zurückzublicken.
Dabei stellten wir fest, dass die Grundlagen unserer Produkte vor fast einem halben Jahrhundert entstanden sind.
Delta ADS - Rückblick
In diesem Jahr, 2026, feiern wir 50 Jahre Delta ADS. In den Newslettern dieses Jahres werden wir auf die Geschichte von Delta ADS zurückblicken und über die Besonderheiten nachdenken, die zu seinem langjährigen Erfolg beigetragen haben.
Vor einem halben Jahrhundert war das Programmieren eines Computers für die meisten Menschen eine Art Zauberei. Es war ein individueller und sehr kreativer Prozess mit Stift, Papier und Lochkarten. Komplexe Programme zum Laufen zu bringen, war ein schwieriger und zeitaufwändiger Prozess und mit erheblichen Kosten verbunden, die es nicht zuließen, den Compiler zur Fehlersuche einzusetzen.
Die erste große Verbesserung im Entwicklungsprozess beim Schreiben von Programmen brachte der Einsatz von Terminals. Er bot einen besseren Überblick über die Programmlogik, ohne dass man zuerst kompilieren und Listings erzeugen musste. Eine Einschränkung war natürlich die maximale Anzahl von 24 Zeilen, die ein Terminal gleichzeitig anzeigen konnte. Dies reichte für komplexe Entscheidungen nicht aus, was zur Entwicklung der ersten Tools zur Unterstützung der Programmierung führte. Obwohl solche Tools für viele Programmiersprachen verfügbar waren, lag das Interesse vor allem auf Tools im Bereich der am weitesten verbreitete Programmiersprache für Geschäftsanwendungen: COBOL.
1971: Die erste Idee
1971 veröffentlichte Dr. Reinhold Thurner von der Universität Zürich einen Beitrag1 über den Einsatz von Entscheidungstabellen in der Softwareentwicklung. In der Folge wurde DETAB/GT (Decision Tables/Generator) entwickelt, das den Programmcode auf der Grundlage einer abstrakteren Definitionssprache generierte. Bis 1976 erreichte DETAB/GT 100 Installationen; eine ähnliche Anzahl an Installationen wurde auch von seinem Konkurrenten VORELLE erreicht.2
Die Generierung einer komplexen Entscheidungsstruktur für COBOL-Programme war eine große Hilfe, insbesondere wenn man bedenkt, dass COBOL-Anweisungen damals mit einem einzigen Punkt beendet wurden und komplexe Entscheidungen leicht mehr als 24 Zeilen Code umfassen konnten. Es zeigte sich auch, dass effektive Programmierung noch mehr erforderte. Daher war ein wichtiger Schritt nicht die Verwendung von Werkzeugen, sondern die Art und Weise, wie Programme strukturiert wurden. In einer Umgebung, die von Kartenlesern, Bändern und Druckausgaben dominiert war (Festplatten waren teuer und hatten nur begrenzte Kapazität), hing jedes Programm von der Struktur der Ein- und Ausgabedaten ab. Die Tatsache, dass alle Programmierer ihren persönlichen Stil und ihre Kreativität einsetzten, machte die Wartung dieser Programme nicht einfach. Es bedurfte einer gewissen Handwerkskunst und bewährter Verfahren. Dies führte zu einer Reihe von Initiativen zur strukturierten Programmierung. Am weitesten verbreitet war die von Michael Jackson 1975 veröffentlichte Jackson Structured Programming (JSP).3
Gleichzeitig führte Dr. Thurner ein Generatorsystem ein, das auf den Prinzipien der strukturierten Programmierung basierte und einen Großteil des benötigten Codes erzeugen konnte. Es nutzte eine abstrakte Beschreibung der Datenstruktur in einer eigens für diese Aufgabe definierten Sprache. Das Produkt hieß DELTA4. Es löste das Problem, mit dem sich Dijkstra 1968 befasst hatte. Der Programmierer musste keine GO TO-Anweisungen programmieren und pflegen, sondern der Generator erzeugte diese für das ausführbare Programm.5
Im Laufe der Jahre wurde Delta (später in Delta ADS umbenannt) um eine Reihe von Standardgeneratoren für Standardfunktionalitäten in der Wirtschaftsinformatik erweitert. PSD (Program Schema Description) und GRU (Control Break Processing) halfen Programmierern, den Überblick über ihre Programme zu behalten und sich auf die spezifischen Funktionen zu konzentrieren, die sie implementieren mussten, ohne sich um die dafür erforderlichen Mechanismen kümmern zu müssen.
Plattformunabhängigkeit - Dank Generatoren
Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung von Delta ADS war das Konzept der Plattformunabhängigkeit durch den Einsatz von Generatoren und Makros. Früher wies jeder Mainframe-Compiler eigene Abweichungen vom COBOL-Standard auf. Ein für Plattform A geschriebenes Programm war daher auf Plattform B nicht ohne Änderung des Quellcodes einsetzbar. Das ist kein großes Problem, wenn man Software intern für den eigenen Gebrauch entwickelt, wohl aber für einen Softwareanbieter, der seine Software auf vielen Plattformen installieren möchte. Der Einsatz von Generatoren und Makros in Delta ADS zur Bewältigung der plattformspezifischen Aspekte der Implementierung bedeutete, dass ein Programm für viele verschiedene Zielplattformen in einem einzigen Quellcodeobjekt gewartet werden konnte.
Die Plattformunabhängigkeit kam nicht nur Softwareanbietern zugute, sondern nach einiger Zeit stellten viele Delta ADS-Anwender fest, dass diese Möglichkeit auch eine Plattformmigration erleichterte. Die Tatsache, dass eine bestehende Anwendung bei Verwendung von Delta ADS problemlos auf eine neue Plattform migriert werden konnte, ist ein wichtiger Grund dafür, dass viele Installationen noch immer aktiv genutzt werden - manche seit über 40 Jahren - und dass Delta ADS auch nach 50 Jahren noch immer lebendig und aktiv ist.
„Es freut mich, dass nach 50 Jahren Delta ADS noch immer erfolgreich
für die Entwicklung großer und komplexer Anwendungen oder deren Migration im Einsatz ist.“
Dr. Reinhold Thurner, der „Vater von Delta ADS“
Die Zukunft - und darüber hinaus
Wie Delta DETAB bleibt Delta ADS für COBOL und PL/I Teil unseres Produktportfolios. Im Laufe der Jahre wurden mit unserem Generatorsystem schätzungsweise mehr als 2 Milliarden Codezeilen generiert, eine Zahl, die jedes Jahr weiter wächst. Zunächst waren DETAB und Delta ADS nur für die Plattformen verfügbar, für die sie den Code generierten. Heute werden sie auch in moderne Entwicklungsumgebungen wie Eclipse oder Visual Studio integriert und können Cross-Plattform generieren.
Da die Vorteile dieses generativen Ansatzes in der Softwareentwicklung von unseren Kunden nach wie vor geschätzt werden, unterstützen wir sie weiterhin mit unseren Tools. Das aktuelle Release 6 von Delta ADS wird sicherlich nicht das letzte sein, denn wir werden auch weiterhin Lösungen für die Herausforderungen finden, die unsere Kunden in ihrem Softwareentwicklungsprozess erleben.
50 Jahre Delta ADS: Unterstützung für Entwickler
Im Jahr 2026 feiern wir das 50-jährige Bestehen von Delta ADS. In unserem ersten Rückblick konzentrierten wir uns auf die Techniken, die bei der Code-Generierung eine wesentliche Rolle spielten. Nun widmen wir uns einem weiteren wichtigen Aspekt von Delta ADS - jenseits der Code-Generierung: Der Unterstützung der Entwickler durch Werkzeuge, Prototyping, Dokumentation und Tests.
Der erste Bereich, den Delta ADS abdeckt, ist die Erstellung von Dokumentationen. Während des Generierungsprozesses können verschiedenste Arten von Dokumenten erzeugt werden. Je nach den verwendeten Delta ADS-Prozessoren wird beispielsweise ein Programmablaufplan erstellt, eine Übersicht aller verfügbaren Stellen und deren Verwendung bereitgestellt und - nicht zuletzt - bietet SPP die Möglichkeit, ein Nassi-Shneiderman-Diagramm einer SPP-Routine zu generieren..
All diese Funktionen ermöglichten es dem Entwickler, das eigentliche Programm mit dem zuvor erstellten Entwurf abzugleichen. Die Kommunikation mit dem Endanwender über die Programmergebnisse stellte jedoch stets eine wichtige, aber zugleich schwierige Herausforderung dar. Ergebnisse ließen sich erst nach der Programmausführung anzeigen, wofür sowohl ein funktionsfähiges Programm als auch entsprechende Daten erforderlich waren. Nachträgliche Anpassungen waren ein mühsamer und fehleranfälliger Prozess. Delta ADS ermöglicht daher das Prototyping von Berichten und Bildschirmmasken, die bereits während der Programmgenerierung simulierte Ergebnisse liefern. Dies ermöglicht eine wesentlich frühere Rückmeldung und reduziert den Aufwand für Korrekturen an der Implementierung.
Die Korrektur bestehender Programme war schon immer ein wichtiger, zeitaufwendiger, aber unterschätzter Teil der Arbeit eines Programmierers.
Delta-Gründer Dr. Reinhold Thurner erkannte bereits früh: „Bei der Fehlerbehebung entfallen 20% des Aufwands darauf, den Fehler überhaupt festzustellen und das Problem an die zuständigen Personen weiterzuleiten. Der nächste zeitintensive Schritt besteht darin, die fehlerverursachende Komponente zu identifizieren. Der eigentliche Aufwand für die Fehlerbehebung ist oft gering (doch da wir unter Zeitdruck stehen, neigen wir dazu, neue Fehler einzubauen).“
Zu einer Zeit, als noch keine interaktiven Debugger zur Verfügung standen, bestand die Fehlersuche oft darin, Ausgabebefehle in den Code einzufügen, um festzustellen, an welcher Stelle sich das Programm beim Auftreten des Fehlers befand. Nach der Behebung des Fehlers mussten diese Ausgabebefehle wieder entfernt werden. Trat ein weiterer Fehler auf, musste dieser Vorgang erneut durchlaufen werden.
Der Einsatz eines Generators für die Code-Erstellung bot eine Lösung für diesen zeitaufwendigen Prozess. Durch die Aktivierung einer der TEST-Optionen (für das gesamte Programm oder nur für eine einzelne SPP-Routine) protokolliert das Programm jedes durchlaufene SPP-Konstrukt. Dies verschafft dem Programmierer den dringend benötigten Einblick in die Vorgänge zur Laufzeit (und das wesentlich schneller als beim Debugging), ohne dass hierfür eigens Ausgabeanweisungen programmiert werden müssen.
Zudem können Statistiken erstellt werden, die aufzeigen, welche Logik während des Testlaufs ausgeführt wurde; dies vermittelt einen Eindruck von der Validität des Tests sowie der allgemeinen Testabdeckung.
Von Anfang an war es das Ziel von Delta ADS, Programmierer bei der Erstellung von strukturiertem, gut dokumentiertem und wartbarem Code zu unterstützen - eine Mission, die wir auch nach 50 Jahren weiterverfolgen.
Historie
Artikel aus der Computerwoche vom 10.01.1975 - Delta-Autor Dr. Reinhold Thurner:
"Multifunktionales Generator-System für moderne Software-Technologie: Ein Superding für die Avantgarde"
Sprache: Deutsch - Version: MT11094.01
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Life starts at 40 something: Delta ADS wird 50 dieses Jahr
Die Software-Entwicklung blickt in die Zukunft, aber manchmal ist es gut, sich umzudrehen und zurückzublicken. Dabei stellten wir fest, dass die Grundlagen unserer Produkte vor fast einem halben Jahrhundert entstanden sind.
Weiterlesen...Quellen
1 Thurner R., "Entscheidungs-Tabellen: Aufbau-Anwendung-Programmierung", VDI- Taschenbuch T33, VDI Verlag, Düsseldorf, 1971.
2 Jeweils 100mal installiert:: Vorelle und Detab/GT | Computerwoche, 02.07.1976
3 Jackson, MA (1975), Principles of Program Design, Academic.
4 Multifunktionales Generator-System für moderne Software-Technologie: Ein Superding für die Avantgarde | Computerwoche, 10.10.1975
5 Dijkstra, Edsger W. (March 1968). "Letters to the editor: Go to statement considered harmful" (PDF). Communications of the ACM. 11 (3): 147–148. doi:10.1145/362929.362947. ISSN 0001-0782. S2CID 17469809.
p. 147, "The unbridled use of the go to statement has as an immediate consequence that it becomes terribly hard to find a meaningful set of coordinates in which to describe the process progress. ... The go to statement as it stands is just too primitive, it is too much an invitation to make a mess of one's program."
In 40 Jahren von Software+Methode zu Delta Software Technology
Die Software-Entwicklung gilt als schnelllebig. In kurzen Zyklen kommen neue Technologien, Prozesse, Vorgehensmodelle auf den Markt, Unternehmen kommen und gehen. Auch wir haben uns dem immer wieder angepasst und sind mit der Zeit gegangen. Aber zwei Konstanten sind von Beginn bis heute geblieben.
Lesen Sie hier mehr über die Gründung der Software+Methode und wie daraus die heutige Delta Software Technology wurde:
In 40 Jahren von Software+Methode zu Delta Software Technology
In 40 Jahren von Software+Methode zu Delta Software Technology
1985 ließen Winfried Buhl und meine Eltern Eva und Rüdiger Schilling die Firma Software+Methode ins Handelsregister eintragen. Der Name sollte Programm werden, von Anfang an war das Ziel durch methodisches Vorgehen die Software-Entwicklung effizienter zu gestalten. Mit vielen guten Ideen und einer großen Portion Elan nahmen sie am 1. März 1986, also vor 40 Jahren, ihre Arbeit auf.

vl. Rüdiger & Eva Schilling und Winfried Buhl [2001]
Die Firma Delta war zwar nicht unser erster Kunde, aber einer der Ersten und ein wichtiger dazu. Schon 1987 lieferte Software+Methode DBI als Baustein zu Deltas Generatorsystem ADS. 1995 haben wir die Firma Delta von deren damaligen Muttergesellschaft übernommen. Durch diese Übernahme sowie weitere sinnvolle Umstrukturierungen entstand im Jahr 2000 Delta Software Technology, so wie sie bis heute besteht.
Mit der Übernahme von Delta ging auch ADS in unser Portfolio über. Bis heute ist Delta ADS bei vielen Kunden im Einsatz und wird von uns permanent weiterentwickelt und gewartet. In den 1980er Jahren begann zudem die Entwicklung von AMELIO. Zunächst dazu gedacht Code zu optimieren, wurde daraus in den 1990er/2000er Jahren ein Werkzeug zur automatisierten Modernisierung und ist heute unser Schlüssel zur automatisierten Software Evolution.

50 Jahre Abstraktion & Automation
Konstanten im Wandel
Die Software-Entwicklung gilt als schnelllebig. In kurzen Zyklen kommen neue Technologien, Prozesse, Vorgehensmodelle auf den Markt, Unternehmen kommen und gehen. Auch wir haben uns dem immer wieder angepasst und sind mit der Zeit gegangen. Aber zwei Konstanten sind von Beginn bis heute geblieben:
- Bis heute sind Abstraktion und Automation unsere Schlüssel zu effizienter, qualitativ hochwertiger Software-Entwicklung und -Evolution.
- Bis heute steht die Firma zu 100% im Besitz der Gründerfamilien Buhl / von Cieminski und Schilling und wird durch mich, Dr. Daniela Schilling, in zweiter Generation in der Geschäftsführung geleitet.

vl. Rüdiger Schilling, Winfried Buhl & Daniela Schilling [2013]
Und in Zukunft?
Ein Blick in die Zukunft gleicht dem berühmten Blick in die Glaskugel!
Aber auch in Zukunft werden wir unsere bewährten Werkzeuge und Lösungen, insbesondere ADS und AMELIO, weiter pflegen, optimieren, ergänzen und mit neuen Technologien weitere Möglichkeiten schaffen. Bei allem was wir tun, sind Sie es mit Ihren Wünschen und Anforderungen, die uns antreiben, motivieren und die Richtung mitbestimmen. Und das soll auch in Zukunft so bleiben.
Wir freuen uns auf viele weitere Jahre vertrauensvoller und konstruktiver Zusammenarbeit mit Ihnen.
Herzlichst, Ihre
Daniela Schilling
Delta ADS-Webinar - Refresh & Connect
Seit 50 Jahren ist Delta ADS die bewährte Lösung für die effiziente Entwicklung betrieblicher Backend-Anwendungen in COBOL und PL/I. Und auch mit 50 entwickelt sich Delta ADS immer noch weiter, um auch die heutigen und zukünftigen Anforderungen zu erfüllen.
Am 17. Juni 2026 fand das kostenlose Webinar "Delta ADS - Refresh & Connect" statt. Lesen Sie hier, wie es auch nach 50 Jahren immer noch aktuell und innovativ weitergeht.
Delta ADS-Webinar - Refresh & Connect
Delta ADS-Webinar - Refresh & Connect
Rückblick auf das Webinar vom 17.06.2026: 50 Jahre Delta ADS
Longevity ist ein Modebegriff und bedeutet ein langes Leben und damit verbunden: Ein gesundes Leben.
Es kommt nicht oft vor, dass dieser Begriff mit Software in Verbindung gebracht wird. Aber es gibt eine Anwendung, die ein halbes Jahrhundert alt wird: Delta ADS.
Jetzt kann man schnell denken, dass sie vollkommen veraltet ist. Bei ADS ist das definitiv nicht der Fall. Seit seinem ersten Release hat ADS unzählige Neuerungen und Anpassungen bekommen. In seiner aktuellen Version 6.6.9 deckt sie alle Anforderungen heutiger Technologien ab.
Unsere Geschäftsführerin Frau Dr. Daniela Schilling bot zu Beginn des Webinars einen umfassenden Rückblick und hob wichtige Meilensteine wie die Plattformunabhängigkeit und Verbesserungen hervor, die durch Kundenbedürfnisse getrieben wurden. Sie erläuterte Verbesserungen in ADS 6, die die Lesbarkeit, Wartbarkeit und Skalierbarkeit des Codes erhöhen, einschließlich eines Makroquelloptimierers und aufgehobener Parametergrenzen.
In der Übersicht:
- ADS 6 ist abwärtskompatibel mit der Version 4.x und konzentriert sich auf die Verbesserung der Code-Lesbarkeit.
- Die neue Makrosyntax ermöglicht benannte Parameter und freies Formatieren mit Einrückungen.
- Ein Makroquelloptimierer automatisiert die Codeformatierung zur Verbesserung der Wartbarkeit.
- Die Parametergrenzen wurden erheblich erhöht, z.B. lokale Parameter pro Makro auf 2500 angehoben.
- Die Verschachtelungstiefe von Makros wurde von 10 auf 50 erhöht, und die Codezeilen pro Modul von 400 auf 1000.
- Die Codegenerierung bietet jetzt Optionen zur Reduzierung von GOTO-Anweisungen und zur Verbesserung der Lesbarkeit.
- Die Optimierungen umfassen die Generierung von IF- und SELECT CASE-Anweisungen unter Verwendung neuerer Syntaxstandards.
- Kunden können diese Optionen selektiv aktivieren, um eine verpflichtende vollständige Regeneration zu vermeiden.
- Der verbesserte Code ist kürzer und leichter zu lesen, was Entwicklern bei der Wartung hilft.
- Dies stellt einen Paradigmenwechsel in der Handhabung von generiertem Code in ADS dar.
Integration mit modernen Entwicklungsumgebungen
Um die Lücke zwischen ADS und modernen Entwicklungsabläufen zu schließen, hat das Team ADS-Plugins u.a. für Eclipse und Visual Studio unter dem Namen Delta IDS entwickelt. Diese Plugins bieten intelligente Code-Editoren, integrierte Generierungsprozesse und Debugging-Tools, die es Entwicklern ermöglichen, in vertrauten Umgebungen zu arbeiten. Die Integration unterstützt Funktionen wie Fehlerhervorhebung, direkte Navigation zu Codeproblemen und Nachanalyse nach der Generierung, um die Ursprünge des Codes zurückzuverfolgen.
- ADS-Plugins sind für Eclipse und Visual Studio verfügbar und unterstützen moderne IDE-Funktionen.
- Entwickler können Code generieren, Fehler anzeigen und direkt zu problematischen Zeilen innerhalb der IDE navigieren.
- Debugging-Tools nach der Generierung ermöglichen es, generierten Code auf Quellmakros und Parameter zurückzuverfolgen.
- Die Integration unterstützt den Abruf von Quellen über FTP oder andere URLs.
- Diese Tools verbessern die Produktivität der Entwickler und reduzieren den Kontextwechsel.
Live-Demonstration von ADS on Eclipse
Unser Chefarchitekt Herr Martin Herbst präsentierte eine Live-Demo, die das ADS-Plugin für Eclipse vorstellte. Er demonstrierte die Projektnavigation, die Codebearbeitung mit Syntaxhervorhebung und -faltung, die Fehlererkennung und die Auswirkungen des Makroquelloptimierers auf die Lesbarkeit des Codes. Er hob auch den Debugger nach der Generierung hervor, der die Ausführung von Makros aufzeichnet und eine detaillierte Inspektion des Flusses der Codegenerierung, der Parameterwerte und der Aufrufstapel ermöglicht. Dies bietet somit eine effiziente Fehlersuche und Wartung.
- Demo der Projekt-Explorer- und Editor-Funktionen des ADS-Eclipse-Plugins.
- Er zeigte Fehlerlisten und die direkte Navigation zu Quellcodefehlern.
- Der Makroquelloptimierer verbessert die Einrückung des Codes und die Benennung von Parametern zur Lesbarkeit.
- Der Post Generation Debugger nach der Generierung zeichnet die Ausführung von Makros auf und hebt ausgeführte Codepfade hervor.
- Benutzer können Aufrufstapel navigieren und Parameterwerte inspizieren, um die Codegenerierung zu verstehen.
Zukünftige Entwicklungen und Kundenengagement
Daniela Schilling skizzierte laufende und zukünftige Entwicklungspläne, einschließlich der Unterstützung neuer COBOL-Dialekte wie P3/COBOL und moderner Datenbanken wie PostgreSQL. Das Team untersucht objektorientierte Ziele über COBOL und PL/I hinaus. Der Schwerpunkt liegt auf kundengetriebener Entwicklung, die die Benutzer ermutigt, ihre Bedürfnisse und Herausforderungen zu kommunizieren, um zukünftige Verbesserungen zu leiten. Ein Veröffentlichungstermin für Version 7 steht noch nicht fest.
- Neue Ziele umfassen die Unterstützung von P3/COBOL und PostgreSQL-Datenbanken.
- Es wird daran gearbeitet, die objektorientierte Codegenerierung über traditionelle Sprachen hinaus zu ermöglichen.
- Die Entwicklung ist stark kundengetrieben, wobei das Feedback die Prioritäten bestimmt.
- Version 7 ist noch nicht geplant oder terminiert.
- Das Team lädt die Kunden ein, Anforderungen und Probleme für gemeinsame Lösungen mit uns zu teilen.
Das Team betonte die laufenden Entwicklungsarbeiten, einschließlich der Unterstützung neuer COBOL-Dialekte und Datenbanken sowie Pläne für die objektorientierte Codegenerierung, die alle durch Kundenfeedback initiiert wurden.
Die Pipeline für noch mehr Funktionalität steht und wir laden Sie herzlich gerne ein uns Ihre Anforderungen mitzuteilen. Auf die nächsten 50 Jahre.
Folien und Aufzeichnung vom Webinar
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Kein Problem: Hier können Sie die Vortragsfolien und die Aufzeichnung anfordern.

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YOUPLUS vereinheitlicht ihre Entwicklungsumgebung und aktualisiert Delta ADS
Eine moderne Entwicklungsumgebung war das Ziel für die Software-Entwickler von YOUPLUS Assurance Schweiz AG. Zusammen mit Delta wurde die bisherige Entwicklungsumgebung durch Delta ADS on Eclipse, nahtlos in die Entwicklungsumgebung (OpenText / Micro Focus) des Kunden integriert und gleichzeitig das Generatorsystem Delta ADS for COBOL aktualisiert.
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Eine einheitliche Prozesssteuerung und Entwicklungsumgebung für die verschiedenen Programmiersprachen ist das Ziel vieler Unternehmen. Die Bedag Informatik AG modernisiert ihre Entwicklungsumgebung und vereint die (Viacar-) Entwicklung in C# und Delta ADS for COBOL in einem .NET-Framework unter Microsoft Visual Studio.
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Aquila Heywood verbessert die Entwicklung seiner Delta ADS-Anwendungen durch Umstellung auf Eclipse und Update auf Delta ADS 6.
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B+S verbessert Effizienz der Software-Entwicklung mit ADS 6
B+S Banksysteme AG verfügt über eines der größten Anwendungssysteme, die mit Delta-Werkzeugen entwickelt wurden. Im April 2012 startete B+S mit dem Einsatz des Pre-Releases von Delta ADS 6, um nochmals die Effizienz und Qualität ihrer Software-Entwicklung und –Wartung zu steigern.
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https://delta-software.com/link.php?de=6201
'Als Frau in der IT' mit Dr. Daniela Schilling im Podcast KommtVorZone
Wie führt man ein Unternehmen in einer Branche, die fast nur aus Männern besteht?
Dr. Daniela Schilling, Geschäftsführerin von Delta Software Technology war zu Gast bei Sophia Herrmann. Sie teilte ihren Weg vom Informatikstudium in die Führung eines Familienunternehmens, sprach über ihre Erfahrungen als Frau in der IT und darüber, was sie in ihrer Rolle als Führungskraft geprägt hat.
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In dieser Folge ging es darum, wie eine Frau ihren Platz in einer seltenen und gleichzeitig essenziellen Nische der IT gefunden und gleichzeitig eine führende Rolle in einer Männerdomäne übernommen hat. Gleichzeitig zeigt diese Folge, dass IT viel weniger mit dem mundfaulen Nerd im Hoodie zu tun hat, als uns Hollywoodfilme glauben lassen.
Außerdem wurde besprochen, warum gute Führung gerade in komplexen Arbeitsfeldern nicht nur fachliche Kompetenz braucht, sondern vor allem - gerade in der IT - Kommunikationskompetenz. Es geht um weibliche Führung, um Vorbilder, um Nachwuchs und um die Frage, wie sich Berufsbilder und Rollenbilder verändern müssen, damit mehr Frauen ihren Platz in technischen Berufen und Führungsrollen finden.
“Warum studierst DU als Frau Informatik?”, eine Frage, die immer noch nicht ausgestorben ist.
Ihr Doktorvater sagte ihr, dass sie die Sprache COBOL nicht mehr lernen müsse, weil diese aussterben würde. Heute verdient sie ihr Geld damit.
Sie hat die männlichen Stimmen ignoriert und ist ihren eigenen Weg gegangen. Heute, viele Jahre später, sitzt sie seit langem fest im Sattel der Geschäftsführung in einem IT-Unternehmen, das sich um eine enorm sensible Infrastruktur unseres täglichen Lebens kümmert. “Wenn man meine Arbeit nicht sieht, dann ist alles gut!”.
Eine Folge über moderne Führung, weibliche Präsenz in einer Männerdomäne und den Mut, Verantwortung auf die eigene Weise zu übernehmen.
Reinhören lohnt sich - auch für Männer!
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